Aua. Ich bin mit-schuld daran, dass Maingold von Marions Kochbuch abgemahnt wurde

Wie heutzutage aus einem Kommentar eine Abmahnung wird.

Ein kleines Lehrstück in moderner Kommunikation und mitlesenden Seitenbetreibern und deren Anwälten.

Meine Wenigkeit hat letzten Samstag, am 27.01.07 um genau zu sein, einen Kommentar auf Nerdcore.de geschrieben. Das war so ein „Samstagmorgen, bin gerade aufgestanden und lese die üblichen Verdächtigen mit Kaffee in der Hand“ rumgesurfe.
In einem Artikel auf Nerdcore steht ein kurzer Text über Bilder auf der Kochbuchseite. In den Kommenaren gab es einen Link auf ein Bild. Den habe ich angeklickt, war auf der Kochbuchseite und aus einer Laune heraus klickte ich dort auf das Impressum.

„Holla, was ist denn hier? Die Adresse ist ja plötzlich in Hamburg?“ und eben diesen Gedanken habe ich als Kommentar bei Nerdcore gelassen. (Mein erster Kommentar)
Immer noch in der Samstagmorgen Kaffee rumsurf Laune habe ich nach dieser neuen Adresse gegoogelt und fand nach ca. 5 Sekunden diese Sache mit dem virtuellen Büro (Neues Impressum auf der Kochbuchseite), das man auf hoch45.de einrichten kann.

Das habe ich auch bei Nerdcore als Kommentar geschrieben. (Mein zweiter Kommentar)
Dieser Kommentar wurde von „webrocker“ gelesen und ebenfalls zweimal kommentiert (zuletzt um 11 Uhr).

Eine halbe Stunde später hat er oder sie dann auch auf Maingold eben diese Sache mit dem virtuellen Büro als Kommentar geschrieben. (um 11:33 Uhr).
Nach weiteren 40 Minuten passiert es dann.

Ein mitlesender Detlev, wahrscheinlich angeregt durch den Kommentar, schaut sich das aktualisierte Impressum auf der Kochbuchseite an, wahrscheinlich auch den Googlecache der Seite und schreibt die Adresse in einen Kommentar auf Maingold.de (inzwischen editierter Kommentar)

Aufgrund der im Kommentar genannten Adresse hat der Betreiber von Maingold am 29.01.07 eine Abmahnung kassiert.

Ich schreibe einen Kommentar, jemand liest den, schreibt eben das als weiteren Kommentar in ein anderes Blog, das wird gelesen und kommentiert und Zack, gibt es eine Abmahnung. Da wird man ja vollkommen meschugge im Kopf.

Das tut mir so leid.
Wenn ich meine Klappe gehalten hätte, denn wäre diese Abmahnung wahrscheinlich nicht zustande gekommen. Es tut mir wirklich leid und es ist traurig, dass so etwas überhaupt möglich ist.

Warum wird jemand abgemahnt für veröffentlichen einer Adresse die, möglicherweise, bereits seit ca. fünf Jahren im Netz steht? Die Impressumseite des Kochbuchs wird inzwischen leider auf archive.org gesperrt, (warum machen sie das plötzlich?) daher kann man nicht sehen was die damalige Adresse war, aber was, wenn dort seit fast fünf Jahren eben die alte, auf Maingold erwähnte Adresse stand?
Hat solch eine Abmahnung dann seine Gültigkeit?

Was soll das alles?

2 Gedanken zu „Aua. Ich bin mit-schuld daran, dass Maingold von Marions Kochbuch abgemahnt wurde“

  1. hm. ich gaube nicht, dass du dir diesen schuh anziehen musst.
    die seite mit der plötzlichen impressumsänderung steht derzeit unter aufmerksamer beobachtung aus der klein-bloggersdorf, und diese änderung ist auch anderen aufgefallen. zumal ja auch andere änderungen auf der seite munter in den diversen blogs diskutiert werden. und da der „wunsch“, in hamburg vor gericht zu gehen – wie bei maingold berichtet wurde -, und dieser „umzug“ des impressums nach hamburg schon ein komischer zufall sind, war es nur eine frage der zeit, bis das in der diskussion auf maingold auftauchte.
    meiner meinung nach war es einfach blöd und unnötig von „detlev“, die adresse in dem kommentar zu nennen. alleine der verweis auf die suchmaschinen und deren caches und auf die website des postservicebürosanbieters war ausreichend, um den vorgang transparent zu machen und zur diskussion zu stellen, und bot genügend anhaltspunkte, damit man sich seine eigenen gedanken machen konnte.

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