Alles nur geklaut? – Digitalisierung, Unterhaltung und das Urheberrecht?

wer will hin und berichten? ….

freuen wir uns sehr, Sie zum 26. Zukunftsgespräch am
17. Februar 2004 in der Mercedes-Welt am Salzufer in
Berlin-Charlottenburg begruessen zu koennen.

Alles nur geklaut? –
Digitalisierung, Unterhaltung und das Urheberrecht?

Diskussion mit:
Dr. Oliver Castendyk, Direktor des Erich Pommer Instituts
Dr. Volker Grassmuck, Medienforscher an der
Humboldt-Universität Berlin
Georgia Tornow, Generalsekretärin Film 20
Peter Zombik, Geschäftsführer der Deutschen Landesgruppe der
International Federation
of the Phonographic Industry (IFPI)
N.N., Bitkom e.V. (angefragt)

Moderation: Alfred Eichhorn, infoRADIO

Dienstag, 17. Februar 2004 – 19.30 Uhr – Mercedes-Welt am
Salzufer – „Oval-Office”

Hintergrund:
Das illegale Brennen und Downloaden von Musik und inzwischen
auch Kinofilmen stellt eine im-mer größere Gefahr für die
Musik- und Filmindustrie, aber auch die Künstler selbst dar.
Fast jeder deutsche Haushalt ist inzwischen mit
Internetanschluss oder sogar DSL-Zugang, CD-Brennern und
DVD-Playern ausgestattet. Die zunehmende Digitalisierung
eröffnet aber auch Chancen für neue Businessmodelle. Die
Musikindustrie arbeitet derzeit unter Hochdruck an neuen
Online-Plattformen, über die legale Downloads möglich sind.
Auf der CeBIT 2004 soll Phonoline als erste
Musik-Download-Plattform in Deutschland an den Start gehen.
Bei den Verbrauchern herrscht immer noch große Unsicherheit,
was kopiert werden darf und ob man sich beim Herunterladen
von Musik und Filmen strafbar macht. Zur Zeit wird im
Bundesjustizministerium an einer Novellierung des
Urheberrechtes gearbeitet, die im April abgeschlossen sein
soll. Insbesondere geht es um die Reform des
urheberrechtlichen Vergütungssystems, den Übergang von einer
pauschalen zu einer individuellen Vergütung von
Urheberrechten sowie die Zukunft der Privatkopie.

Fragen zur Diskussion:

· Wann ist die Kopie eines Songs oder Films legal, wann
illegal? Was bedeutet Vervielfältigung für den „privaten
Gebrauch“? Wie viele Kopien dürfen legal erstellt werden?
Welche strafrechtliche Konsequenzen können sich aus dem
illegalen Kopieren von Bild- und Tonträgern ergeben? Können
Schadensersatzansprüche von den Rechteinhabern erhoben
werden?

· Wie soll die Vergütung der Urheber in Zukunft gestaltet
werden? Bei welchen Geräten und Leermedien zahlt man heute
schon eine pauschale Urheberabgabe? Verbleibt es bei einer
kol-lektiven Vergütung mittels pauschaler Abgaben auf
DVD-Player, Brenner und CDs? Oder soll die Vergütung
zukünftig individuell und nutzungsabhängig erfolgen?

· Wie soll bei der nutzungsabhängigen Vergütung dem
Datenschutz Rechnung getragen wer- den? Gibt es dann den
“gläsernen Nutzer”, dessen persönliche Daten und
Nutzungsverhalten von der Industrie für Werbe- und
Überwachungsmaßnahmen wie die Erstellung von Nutzerprofilen
missbraucht wird?

Bürger, Fachleute und Interessensvertreter sind eingeladen,
sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Beiträge und
Fragen aus dem Publikum sind Bestandteil der
Zukunftsgespräche – vor Ort und in der Radiosendung. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Die Zukunftsgespräche sind eine Veranstaltungsreihe von
Projekt Zukunft in Zusammenarbeit mit infoRADIO und der
Brandenburger Informationsstrategie 2006 (BIS 2006).
www.projektzukunft.berlin.de

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