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Das erinnert doch schon ganz schön an unser Projekt, was dieser Mann im Folgenden so sagt:

Journalismus braucht keine Angst vor Weblogs zu haben

14. Apr 2003 10:46

Der IT-Kolumnist Dan Gillmor gilt als einer der Weblog-Journalismus-Pioniere. Sein jüngstes Buch schreibt er nicht allein – die Leser helfen online. Ein Interview.

Netzeitung: Worum geht es bei «Making the News»?
Dan Gillmor: Es handelt, davon, was passiert, wenn Journalismus und Kommunikationstechnologie aufeinander treffen. Und davon, was das für die handelnden Personen bedeutet, die Journalisten selbst, die Leute und Institutionen, über die wir berichten, und das Publikum/die Nutzer des Journalismus.

Netzeitung: Was ist an Ihrer Art, das Buch zu schreiben, anders?

Gillmor: Ich habe die gesamte Gliederung ins Web gestellt und bitte nun die Leser, mit mir ihre Ideen dazu und ihr Wissen zu teilen. So hoffe ich, ein besseres Buch zu schreiben.

Netzeitung: Wie sind die Reaktionen der Leser und der Web-Community bisher?

Gillmor: Die waren bisher meistens sehr intelligent. Viele enthielten Ideen, Vorschläge und Informationen, die ich nicht bedacht hatte, oder auf die ich bisher in meiner journalistischen Tätigkeit nicht gestoßen war. Das war exakt das, auf das ich gehofft hatte.

Netzeitung: Ist es für einen Journalisten wirklich möglich, mit seinen Lesern so zusammenzuarbeiten, wie Sie das vorschlagen?

Gillmor: Ich hoffe es sehr. Wir werden das herausfinden, während wir es tun.

Netzeitung: Helfen neue technische Werkzeuge?

Gillmor: Ja, sie sind der Schlüssel zu diesem Ansatz.

Netzeitung: Wird der Journalismus Ihrer Meinung nach durch den derzeitigen Weblog-Trend neu definiert?

Gillmor: Er wird durch Weblogs, Mailinglisten, Foto-Handys und andere neue Werkzeuge verfeinert. Es ist nicht unbedingt ein revolutionärer, sondern ein evolutionärer Prozess.

Netzeitung: Müssen sich Journalisten davor fürchten?

Gillmor: Nicht aus einer rein journalistischen Perspektive. Das Netz bringt allerdings diverse Bedrohungen für das Geschäftsmodell des traditionellen Journalismus mit. Das kann mehr Angst machen.

Die Fragen stellte Ben Schwan

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