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Amnestie International hat auch eine „Good-News-Seite“

AI online : Schweizer Sektion : Archiv : Erfolgsmeldungen

„Good News sind erfreuliche Nachrichten von Erfolgen der Briefe gegen das Vergessen, Urgent Actions, Petitionen oder Appellfällen. “

Türkei

Die 22-jährige Türkin Gülderen Baran, die nach eigenen Angaben in der Anti-Terror-Abteilung der Istanbuler Polizeizentrale gefoltert wurde und seither ihre Arme nicht mehr bewegen kann, ist von Präsident Sezer aus gesundheitlichen Gründen amnestiert worden. Amnesty International hat in diesem Zusammenhang mit einer Briefaktion dagegen protestiert, dass ein Verfahren gegen zwei Polizeibeamte, die gestanden hatten Baran geschlagen zu haben, wegen Verjährung eingestellt wurde. Jetzt will die Regierung von Präsident Erdogan einen Gesetzesvorschlag präsentieren, der vorsieht, dass Vergehen wie Folter nicht mehr verjähren. Sollte das Gesetz tatsächlich in Kraft treten und angewendet werden, wäre das ein wichtiger Schritt gegen die Straflosigkeit («Briefe gegen das Vergessen» vom Mai 2003). [09/2003]

Malaysia
In Malaysia wurden im Juni sechs Oppositionelle auf freien Fuss gesetzt, die auf der Grundlage eines Erlasses zur inneren Sicherheit im April 2001 festgenommen worden waren. Amnesty International ist überzeugt, dass die Entscheidung des malaysischen Innenministers, die Haftbefehle gegen die sechs Gewissensgefangenen nicht zu erneuern, stark von der internationalen Kampagne zur Freilassung der Männer beeinflusst wurde. Die Festnahme von June Badrulamin Bahron, Lokman Noor Adam, Saari Sungib, Tian Chua (links auf dem Bild), Hishamuddin Rais (rechts auf dem Bild) und Mohd Ezam Mohd Nor hat Protestaktionen in so verschiedenen Orten wie Seoul, London, Hong Kong, Amsterdam, Bangkok und Melbourne ausgelöst. Amnesty International hat sich unter anderem mit einer Urgent Action für die sechs Oppositionellen eingesetzt («Briefe gegen das Vergessen» vom Mai 2003). [09/2003]

Kuwait
Im April konnte die Gewissensgefangene Ibtisam al-Dakhil das Deportationszentrum in Kuwait verlassen und ist nun bei ihrer Familie in Frankreich. Die Journalistin war 1991 gemeinsam mit mehreren BerufskollegInnen wegen angeblicher Kollaboration mit den irakischen Invasoren in einem unfairen Prozess von einem Militärgericht zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Nach der Amnestie durch den Emir von Kuwait am 15. September vergangenen Jahres musste al-Dakhil im kuwaitischen Deportationszentrum warten, bis ein Land ihr das Niederlassungsrecht erteilte. Ibtisam al-Dakhil dankte allen Mitgliedern von Amnesty International, die sich während Jahren für sie eingesetzt hatten (vgl. «Briefe gegen das Vergessen» vom Dezember 1996 und vom August 1998). [09/2003]

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